Mit Monster Hunter Outlanders erscheint ein waschechtes Monster Hunter-Spiel für Mobilgeräte. Auf der gamescom 2026 hatte ich nicht nur die Möglichkeit, das Spiel zu spielen (und Monster zu jagen!), auch Bryan Li, der Development Director von TiMi Studios, den Entwicklern von Monster Hunter Outlanders, stand meinen Fragen Rede und Antwort.
„Monster Hunter Outlanders“ ist ein von CAPCOM offiziell lizenziertes und von der TiMi Studio Group entwickeltes Monster-Hunter-Action-Spiel für Mobilgeräte, das Erkundung und Jagd in den Mittelpunkt stellt. Das Spiel bewahrt die klassischen Waffen und das Jagderlebnis, für die die Spielereihe bekannt ist, und führt gleichzeitig eine brandneue Welt, originelle Abenteurer, Buddis und exklusive neue Monster ein.
Vielen Dank für die Möglichkeit, Monster Hunter Outlanders anzuspielen! Das Spiel hat mir beim kurzen Anspielen schon jetzt sehr viel Spaß gemacht und ich werde definitiv reinschauen.
Auch ich muss mich für das Interesse an Monster Hunter Outlanders bedanken. Uns ist es sehr wichtig, dass alle Monster Hunter-Fans mit Outlanders ihren Spaß haben werden.
Beim Anspielen ist mir aufgefallen, dass es serientypisch keine Lebensbalken gibt. Ihr möchtet wirklich eine Monster Hunter-Experience bieten.
Genau! Allerdings kann ich dir etwas verraten. In Monster Hunter Outlanders wird es die Möglichkeit geben, Lebensbalken anzuzeigen. Es bleibt dem Spielenden allerdings überlassen, ob man diese angezeigt haben möchte oder nicht.
Für Monster Hunter Outlanders bietet ihr ja zwei Steuerungsmöglichkeiten an. Wie kam es dazu?
Wir möchten so vielen Spielenden wie möglich die Möglichkeit bieten, Monster Hunter Outlanders zu genießen. Zum einen haben wir den Adventurer-Modus, welcher die einfachere Steuerungsmöglichkeit ist. Damit möchten wir nicht nur Monster Hunter-Neulingen, sondern generell allen neuen Mobile-Gamerinnen und -Gamern die Chance geben, sich damit vertraut zu machen, ohne den Spielspaß zu verlieren. Denn auch wenn es im Vergleich zum Pro- beziehungsweise Classic-Modus weniger Knöpfe gibt, muss man trotzdem eigenständige Entscheidungen treffen, etwa wann man angreifen oder blocken muss. Monster Hunter Outlanders wird keinen Autokampf-Modus haben.
Monster Hunter ist eine riesige IP mit Millionen Fans. Wie seid ihr an die Entwicklung des Spiels herangegangen? Wie kann man sich die Zusammenarbeit mit Capcom vorstellen, gerade wenn es um die Story oder generelle Lore des Spiels geht?
Ein spannendes Thema! Die Zusammenarbeit mit Capcom ist sehr gemeinschaftlich. Wir beide wissen um unsere Stärken und wo wir unser jeweiliges Know-how einsetzen können. Wir als TiMi Studio sind zum Beispiel sehr dankbar für die Chance, mit Capcom zusammenzuarbeiten. Einer Firma, deren Monster Hunter-Spiele seit über 20 Jahren die Spielgemeinschaft begeistern. Sie wissen, was Fans möchten und wie man eine IP wie Monster Hunter auf das nächste Level bringen kann. Wir als TiMi Studio wissen dagegen sehr gut, wie man ein Spiel für Mobilgeräte entwickelt und worauf man genau achten muss, um es langlebig halten zu können.
Was den kreativen Prozess angeht, haben wir mit Capcom seit Beginn der Entwicklung fundamentale Eckpunkte gesetzt: Das Spiel muss in die Welt von Monster Hunter passen. Es muss ein Monster Hunter-Spiel sein. Aber, und das ist ein weiterer wichtiger Punkt: Es muss unabhängig von der Hauptreihe existieren können. Ja, es gibt Überschneidungen, was Monsterdesigns und Charaktere angeht. Allerdings wird die Geschichte komplett eigenständig sein, was uns auch gameplaytechnisch weitere Freiheiten gibt. So sind die spielbaren Figuren in Monster Hunter Outlanders keine Hunter, sondern Adventurer.
Das gibt uns Wege, Features in die Welt von Monster Hunter einzubauen, die es nur als Free-to-Play-Titel geben kann. Dieses Konzept wird auch von Capcom sehr unterstützt.
Wenn wir uns mit Capcom an einen Tisch setzen, bringen wir unsere eigenen Ideen ein, die für das Spiel am besten passen würden. Anschließend hören wir uns an, wie Capcom diesen Pitch findet, was ihnen gefällt oder wo wir Änderungen machen müssen. Und so haben wir das Spiel von Grund auf gemeinsam gestaltet. Stets im professionellen Austausch miteinander.
Ich habe zu Monster Hunter Outlanders oft die Kritik gelesen, dass es mehr um die Monetarisierung als um Monster Hunter gehen soll.
Ich kann hier wirklich für das komplette Team sprechen: Die Leidenschaft und die Hingabe, die ich von meinem Team bei der Entwicklung von Monster Hunter Outlanders gesehen habe, übersteigen bei Weitem alles, was ich im Vergleich zu anderen Spielen gesehen habe. Wir haben im Team sehr viele Monster Hunter-Fans und man merkt wirklich, wie sie alle ein gutes Spiel entwickeln möchten.
Hätte ich etwas entwickeln lassen wollen, was selbst sie als Fans verärgert hätte, würde ich hier nicht sitzen. *lacht* Nein, wirklich, unser Anspruch ist es, dass Outlanders den Namen Monster Hunter mit Ehre trägt.
Können Sie mir etwas bezüglich der Monetarisierung sagen? Was genau kann man erwarten?
Aktuell gibt es einen Closed-Beta-Test (CBT) in China, wo wir das genaue Monetarisierungsmodell testen und Feedback einholen. Die Preise sind allerdings auch für den chinesischen Markt angepasst und spiegeln nicht das wider, was wir für den westlichen Markt planen.
Was beide Versionen allerdings eint, sind unsere Prinzipien, was die Monetarisierung angeht, und hier gibt es auch nichts zu verheimlichen. Als Free-to-Play-Spiel möchten wir, dass alle an Monster Hunter Outlanders ihren Spaß haben werden. Man kann die Story kostenlos erleben, genauso wie alle Spielmodi, die wir anbieten werden.
Es wird drei Optionen geben, Geld in Monster Hunter Outlanders zu investieren. Zum einen ist der Erwerb neuer Adventurer möglich. Hier möchte ich allerdings betonen, dass diese keinerlei Stärke-Boni oder Ähnliches besitzen werden. Es kommen lediglich exklusive, neue Movesets dazu, die das Spielerlebnis erweitern.
Als Nächstes gibt es die optischen Anpassungsmöglichkeiten. Auch hier möchten wir keinerlei Stärke-Boni oder andere Fertigkeiten verkaufen, sondern Varianten bieten, Charaktere noch stärker zu individualisieren.
Der dritte Weg sind Zeitspar-Pakete und andere für Free-to-Play übliche Shortcut-Optionen. Diese sind aber allesamt freiwillig und wir möchten niemanden zum Kauf zwingen.
Wird es eine Ausdauer-Leiste geben, die das Spielen am Tag limitiert?
Absolut nicht, nein. Es wird lediglich eine Limitierung von diversen Spielmodi geben. So kann man bestimmte Monster nur dreimal am Tag besiegen. Das passiert allerdings aus Balancing-Gründen, denn so möchten wir verhindern, dass diese Modi oder Monster für Exploits ausgenutzt werden. Das kann man mit anderen Spielen vergleichen, die so etwas Ähnliches bieten.
Wird es einen PC-Client geben?
Ich kann aktuell nur sagen, dass das Spiel exklusiv für Mobilgeräte entwickelt wird. Dabei ist es egal, ob es sich um ein Tablet oder ein normales Handy handeln wird. Es wird aber die Möglichkeit geben, einen Controller anzuschließen und so das Spiel zu spielen, obwohl wir diese zwei Arten von Steuerungsoptionen anbieten. Denn ja, physische Knöpfe zu bedienen, gibt ein komplett anderes Spielgefühl als Touch.
Allerdings gibt es diesen Controllersupport nur ingame im Kampf und beim Erkunden der Spielwelt. Alle Menüs müssen weiterhin mit dem Touchscreen bedient werden.
Wann kann man Monster Hunter Outlanders spielen? Wann ist der Release?
Die Pre-Registration ist ab sofort möglich! Wir möchten den Titel noch im Jahr 2026 veröffentlichen, es gibt aber noch kein endgültiges, offizielles Datum. Sobald dieser angekündigt werden darf, werden wir das auch tun.
Zum Abschluss eine letzte Frage: Welches ist Ihre Lieblingswaffe in Monster Hunter?
Langschwert! *lacht* Genauer gesagt: das Großkatana.