Anison-Künstlerin ASCA im Interview!

Bereits zum fünften Mal in Folge durften Animefans auf der AnimagiC in Mannheim Auftritte der durch Anime-Songs bekannten Sängerin ASCA erleben. Ich hatte, powered by Crunchyroll, am Messefreitag die Möglichkeit, mit der Powerhouse Stimme ein Interview zu führen.

Hallo ASCA, herzlich willkommen in Mannheim und vielen Dank für die Möglichkeit des Interviews. Das ist mittlerweile dein fünfter Besuch auf der AnimagiC. Hast du inzwischen schon alles von Deutschland gesehen oder gibt es noch Orte, die du unbedingt besuchen möchtest?

Das sagenumwobene und auch in Japan berühmte Schloss Neuschwanstein! Und mein Übersetzer, der mich mittlerweile auch schon seit fünf Jahren begleitet, hat immer von Hamburg geschwärmt. Bei der heutigen Autogrammstunde wurde mir außerdem sehr oft Berlin empfohlen, das wohl ebenfalls einige wunderschöne Ecken bieten soll.

Du hast bereits sehr viele Konzerte gegeben und bist außerdem viel auf Tour unterwegs. Wie groß findest du den Unterschied zwischen deutschen und japanischen Konzertgängern?

Ich durfte wirklich schon viele Länder besuchen. Und ich muss sagen: Deutsche Fans sind, was die Hingabe während der Konzerte angeht, den japanischen sehr ähnlich. Es wird viel mitgesungen und es ist für mich immer eine Freude, ins Publikum zu schauen und die Begeisterung zu sehen.

Du bist als Sängerin vor allem als Anison Künstlerin bekannt. Was kannst du uns über die Anforderungen seitens der Produktionskomitees erzählen? Welche No-Gos oder Besonderheiten muss man dabei beachten?

Neben dem generellen Thema sind es vor allem bestimmte Charaktere, die man als Vorgabe hervorheben muss. Etwa wenn jemand innerhalb der Serie eine bestimmte Entwicklung durchmacht, darf ich diese musikalisch umsetzen. No-Gos sind dagegen oft bestimmte Wörter, die ich im Kontext der Serie nicht verwenden darf. Ansonsten habe ich viele Freiheiten beim Schreiben der Lieder.

Perfekter Übergang zur nächsten Frage! Dich hört man aktuell im ersten Cour der Serie The Classroom of the Black Cat and a Witch. Welches Thema greift Cusp im Bezug zur Serie auf?

Als ich den Manga zum Projekt bekommen habe, beschloss ich, meinen Fokus auf den Hauptcharakter Spica Virgo zu legen. Ich habe dabei versucht, ihre motivierende Art als Melodie zu übersetzen. Auf dieser Basis wurde der Song komponiert und ich hatte bei diesem Beispiel die komplette künstlerische Freiheit.

ASCA ist nicht nur als Anison Künstlerin bekannt, sondern du schreibst und komponierst auch eigene Lieder ohne Animebezug. Wie ist es für dich, vor allem als Anison Künstlerin bekannt zu sein und nicht als ASCA, die Musikerin? Viele Künstler mögen es nicht, auf ihre bekanntesten Lieder reduziert zu werden.

Man muss das anders sehen: Ohne Anisongs wäre ich heute nicht dort, wo ich jetzt stehe. Ich könnte mir gar nicht ausmalen, wie meine Karriere verlaufen wäre, wenn ich keine Anime Lieder gesungen hätte. Wer weiß, vielleicht hätte ich dann nicht die Welt bereist oder mich persönlich so weiterentwickelt, dass ich heute die Person bin, die ich bin.

Ich bin sehr dankbar für die Möglichkeit, meine Lieder so vielen Menschen präsentieren zu dürfen und hoffe, das auch weiterhin in Zukunft tun zu können.

Gibt es musikalische Genres, die du unbedingt einmal ausprobieren möchtest?

Im August habe ich einige Konzerte in Indien. Deshalb habe ich mich natürlich auch mit der Musik beschäftigt, die dort gehört und produziert wird. Ich habe mich gesanglich bereits an das Thema herangewagt und spiele mit dem Gedanken, einen Bollywood-Song zu singen. Schauen wir mal, ob das etwas wird. *lacht*

Aber ja, ich bin sehr offen, was musikalische Grenzen angeht, und experimentiere gerne. Ihr dürft also gespannt sein!

Vielen Dank für das Interview und viel Erfolg beim SACRA Music Fest!

Übersetzung und Dolmetscher: Andreas Pfaff
Interviewt von Steven Rettka

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