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Wo man Manga zum Schnäppchenpreis kaufen kann

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Das Sammeln von Manga ist für jeden Begeisterten der japanischen Popkultur nicht nur ein zeitfressendes, sondern auch ein teures Hobby. Richtige Schnäppchen gibt es selten, allerdings ist es durchaus möglich, ein paar Euro zu sparen. Was ihr dabei beachten müsst, erfahrt ihr hier.

Weshalb es schwer ist, neue Manga günstiger zu bekommen: Die Buchpreisbindung

Möchte man Manga vergünstigt kaufen, fällt einem sofort auf, dass im deutschsprachigen Raum die Preise allesamt gleich sind. So kostet Demon Slayer als Manga in jedem Shop 10,- €, egal ob man auf Amazon, Thalia oder beim Comicladen vor Ort schaut. Der Grund dafür ist das sogenannte Buchpreisbindungsgesetz. Laut dem BuchPrG sind Verlage verpflichtet, für jedes ihrer Bücher einen festen Preis zu definieren und jeder Händler (egal ob Amazon oder Fachgeschäft) ist verpflichtet, sich an diesen Preis zu halten.

Diese Bindung gibt es bereits seit 1888, ein Gesetz wurde in Deutschland 2002 eingeführt. Vorbild für das Gesetz ist das seit 1981 in Frankreich eingesetzte Loi Lang. Neben Deutschland, Frankreich und Österreich gibt es noch weitere 11 EU-Staaten, die so ein ähnliches (oder gleiches) Gesetz vorweisen. Die Schweiz hingegen hat wie Großbritannien und die USA einen freien Buchpreismarkt.

Eingeführt wurde die Buchpreisbindung, um ein gleichbleibendes Buchangebot zu gewährleisten. Es entsteht kein Preisdruck und ausgeprägtes Konkurrenzverhalten, wenn es um die Preisbestimmung geht. Bücher gelten in Deutschland als Kulturgut und durch den einheitlichen Preis wird unter anderem gewährleistet, dass auch kleinere Buchläden ein großes Angebot vorweisen können. Unter dem Buchpreisbindungsgesetz sind auch eBooks (bzw. hier eManga) inbegriffen. Ausländische Veröffentlichungen (wie etwa Light Novels aus den USA) sind dagegen frei von dieser Bindung. Deshalb kann es vorkommen, dass man etwas verdutzt über die Preise im Ausland ist.

Wo man Manga günstiger kaufen kann

Bis auf sogenannte Einsteigersets für ausgewählte Reihen oder mit „Vorzugspreisen“ gekennzeichnete erste Bände einer Serie gibt es also keine Möglichkeit, günstiger an neue Manga zu kommen.

Daher bleibt nur die Möglichkeit, Manga gebraucht zu kaufen. Das ist dann günstiger, gleicht aber durchaus einem Glücksspiel, was die Qualität der Bücher angeht. Wenn man also nicht sein Geld für digitale Angebote ausgeben möchte, hat man folgende Möglichkeiten, bei der ich zwischen Angeboten von Privatpersonen und solchen von Firmen unterscheide:

Über Privatpersonen:

  • eBay (Kleinanzeigen)
  • Shpock
  • Bring & Buy auf Conventions
  • Facebook-Verkaufsgruppen / Marketplace
  • Discord-Server (wie etwa Manga-Passion oder Jonetsu)

Eine der Möglichkeiten, günstiger an Manga zu kommen, ist der Privatpersonenkauf. Hier ist die Auswahl mitunter am größten, ebenso der Preisunterschied. Man kann gegebenenfalls einen günstigeren Preis verhandeln. Man hat den großen Vorteil, dass man genau nach der Auflage suchen kann, die man benötigt. Auch ist die Chance, an Raritäten oder Reihen zu kommen, die ausverkauft sind, sehr hoch – wenn man die Geduld besitzt.

Trotzdem gibt es hier schwarze Schafe, weshalb der gesunde Menschenverstand benutzt werden und man nie die Katze im Sack kaufen sollte. Zudem ist der Zustand einer Ware oft Auslegungssache, deshalb sollte man immer nach aktuellen Bildern fragen.

Über Firmen:

Die zweite Möglichkeit wäre es, den Ankauf über eine Firma zu tätigen. Dazu haben wir mittlerweile eine große Auswahl an Webseiten zur Verfügung:

Der An- und Verkauf über Seiten wie Medimops, rebuy oder momox haben den Vorteil, dass man sich nur um die Bezahlung kümmern muss. Der Rest, etwa die Sendungsverfolgung, erfolgt per E-Mail automatisch und man muss keine Angst haben, dass keine Ware (oder Steine) ankommt. Das größte Problem dürfte sein, dass man keine Bilder der Bücher zugeschickt bekommt. So kann es vorkommen, dass ein Band zugeschickt wurde, der als „Zustand: gut“ verkauft wird, aber schlimme Wasserschäden hat. Es ist aber auch schon vorgekommen, dass Bücher, die laut Seite einen schlechten Zustand aufweisen, ohne Makel daherkommen.

Firmen wie Arvelle dürfen Manga und generell Bücher günstiger anbieten, da es sich bei der angebotenen Ware um sogenannte Mängelexemplare handelt. Diese sind von der Buchpreisbindung ausgenommen, da solche Bücher neben dem Mangel mit einem dicken Stempel gekennzeichnet werden. Die Mängel sind dabei entweder dem schlechten Lagerungszustand oder Transportschäden zuzuschreiben. Wer also mit solchen Problemen leben kann, darf durchaus bis zu 50% sparen.

Die dritte Alternative: Bibliotheken aufsuchen

Variante drei ist vielen Leseratten nicht offensichtlich, denn nicht viele Mangafans besuchen so eine Einrichtung: Die örtliche Bibliothek bietet je nach Standort eine Auswahl an Manga und anderen, thematisch ähnlichen Werken. Und das ganze für sehr wenig Geld. So kostet zum Beispiel die Jahresgebühr in der Stadtbibliothek Stuttgart im Monat 4€, während die Jahresgebühr für über 18-jährige 20,- € beträgt. In München gibt es ähnliche Preise, bei einer Laufzeit von drei Monaten werden 7,- € respektive 20,- € pro Jahr veranschlagt. Das Ausleihen bei beiden Bibliotheken ist kostenlos.

Das ganze hat lediglich den Haken, dass die Auswahl an Manga je nach Bibliothek stark variiert und es nicht immer die aktuellsten Werke gibt. Wer allerdings Platzprobleme hat und trotzdem in den Genuss von Manga kommen möchte, für den kann das durchaus eine Alternative sein.

Es muss also nicht immer Neu sein

Die großer Auswahl beweist: es muss nicht immer Neuware sein. Hat man Glück, bekommt man gut erhaltene Manga zum absoluten Schnäppchenpreis. Klar, für einige Titel muss man mehr bezahlen als nötig, als Sammler ist man sowas aber ja gewohnt.

 

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