Auf der AnimagiC 2026 in Mannheim hatte ich die Möglichkeit, powered by Crunchyroll, ein Interview mit dem Regisseur von Witch Hat Atelier, Ayumu Watanabe (AW), der Synchronsprecherin von Coco, Rena Motomura (RM), sowie dem Produzenten Hirotsugu Ogo (HO) zu führen. Was sie über den Anime zu erzählen haben, erfahrt ihr hier!
Herzlich willkommen in Deutschland! Ich hoffe, der Flug verlief ohne Probleme. Was möchtet ihr während eures Aufenthalts unbedingt sehen?
RM: In Mannheim soll es das Nationaltheater geben. Auch wenn es zeitlich schwierig wird, möchte ich so viel wie möglich von der deutschen Kultur erleben.
HO: Wenn es möglich ist, würde ich gerne ein Bundesliga Spiel besuchen oder eines der vielen Schlösser in Deutschland sehen.
AW: Auf der Fahrt vom Frankfurter Flughafen nach Mannheim konnte ich bereits viel von der Natur sehen. Darauf möchte ich aufbauen. Die Landschaft hier erinnert mich sehr an Hokkaido, die nördlichste Insel Japans.
Zunächst vielen Dank im Namen aller Animefans für die Animeadaption von Witch Hat Atelier, die trotz aller Widrigkeiten Fans auf der ganzen Welt begeistert. Vielen Dank!
Eine Frage an Ogo-san: Wie würden Sie Ihre Zusammenarbeit mit Watanabe-san beschreiben?
Watanabe-san ist ein toller Mensch. Bei Witch Hat Atelier bin ich auch für die Musik zuständig und konnte immer wieder die Titel mit ihm abstimmen, die er anschließend abgesegnet hat. Er hatte für Witch Hat Atelier eine klare Vision und ich habe stets versucht, dieser gerecht zu werden. Dementsprechend gab es sehr viel Kommunikation zwischen uns.
Motomura-san, das ist bereits deine zweite Zusammenarbeit mit Ayumu Watanabe nach Fortune Favors Lady Nikuko. Wie ist es, wieder unter ihm zu arbeiten?
Als ich bei der Audition erfahren habe, dass Watanabe-san die Regie führt, wollte ich unbedingt wieder mit ihm zusammenarbeiten. Nicht nur ist Coco in Witch Hat Atelier eine tolle Figur, der ich sehr gerne meine Stimme leihen wollte, auch die damalige Arbeit mit Watanabe-san war für mich eine sehr schöne Erfahrung. Umso mehr hat es mich gefreut, dass ich letztendlich den Zuschlag bekommen habe.
Ogo-san, angenommen, Sie müssen die Nachfolgestaffel eines Projektes, das Sie betreut haben, an einen Kollegen übergeben und die wichtigsten Informationen sammeln. Welche wären das?
Ich würde sagen, dass man in meiner Position vor allem die „Essenz“ des Anime weitergibt, also wie die Staffel bei den Fans ankommen soll. Denn das Kernteam einer Animeproduktion besteht meistens bereits, wenn eine zweite Staffel beschlossen wird. Ich würde meinem Nachfolger sagen, dass er diesem Team voll und ganz vertrauen kann.
Motomura-san, in einem früheren Interview hast du erwähnt, dass Natsuki Hanae dich entdeckt hat. Kannst du uns etwas darüber erzählen, wie zum Beispiel deine Reaktion war, als er dich empfohlen hat?
Hanae-san hat mir wirklich sehr viel gegeben. Er ist unglaublich begabt und auch weiterhin eines meiner größten Vorbilder, was das Synchronsprechen angeht. Auch menschlich ist er ein wunderbarer Mensch.
Ich möchte ihm irgendwann zeigen, was er mir ermöglicht hat, und mich unter anderem mit meiner Performance als Coco in Witch Hat Atelier dafür bedanken.
Watanabe-san, die erste Staffel arbeitet sehr viel mit Schraffuren. Wird dieser Stil auch in der zweiten Staffel fortgeführt?
Die speziell für den Anime angepasste Art der Schraffuren wird auch in der zweiten Staffel fortgeführt. Wir planen außerdem, diese weiter zu verbessern und noch detaillierter umzusetzen.
Die Mangaka von Witch Hat Atelier, Kamome Shirahama, scheint sehr stark in die Animeproduktion involviert zu sein. Wie hat sie sich bei eurer Arbeit eingebracht?
RM: Sie ist eine wundervolle Person. Damals, als sie in Deutschland Ehrengast auf einer Messe war (Manga-Comic-Con 2025, d. Red.), hat sie uns allen Geschenke aus Deutschland mitgebracht. Auch bei den Recordings war sie im Studio dabei und hat immer positives Feedback gegeben sowie alle motiviert, ihr Bestes zu geben.
Wir waren außerdem gemeinsam in Amerika und bei der Live Dubbing Session habe ich sie beim Applaudieren definitiv herausgehört. lacht
HO: Ich schließe mich den Worten von Rena an. Shirahama-sensei motiviert mit ihrer positiven Art jede Person, die am Projekt beteiligt ist. Auch bei der Musikproduktion hat sie stets Feedback gegeben.
AW: Sie ist eine sehr warmherzige Person. Sie hat keine Geheimnisse und kommuniziert alles offen. Wenn wir Vorschläge zur Umsetzung gemacht haben, hat sie sich diese angehört und konstruktiv kommentiert, sodass niemand, der am Projekt beteiligt war, ein Meeting mit leeren Händen verlassen hat.
Das Einzige, was sie uns allerdings nicht verraten hat, ist das Ende der Geschichte. *lacht*
Vielen Dank für die Möglichkeit des Interviews und euch noch viel Spaß in Mannheim auf der AnimagiC!