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Die Faszination Gundam

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© SUNRISE

Mecha ist ja immer so ein Japan-Ding gewesen. Was als altgriechisches Wort für Hilfsmittel begann, wurde dank der lateinischen Sprache zu Machina bzw. Maschine.

Heutzutage ist Mecha ein Oberbegriff bzw. Genre, welches sämtliche – in fiktionalen Werken beinhaltende – menschenähnliche Roboter zusammenfasst.

Doch was ist das faszinierende an Mechas, das diese teilweise in Japan Verkaufsrekorde erzielen? (Der Ableger Gundam SEED ist zusammen mit Gundam SEED Destiny eine der meistverkauften Animeserien überhaupt in Japan.)
Und es sogar riesige Figuren (im Übrigen 1:1 Replika) aufgestellt werden?

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Auch wenn das Mecha-Genre theoretisch schon 1956 mit Tetsujin 28-go als Manga begann, so wurde das Mecha Genre erst 1963 mit Osamu Tezuka’s Astro Boy überhaupt erwähnenswert. Erst 1972 mit der Reihe Mazinger Z aus den Händen Go Nagais wurde das Super Robot-Genre salonfähig.

Richtig erfolgreich wurde das Subgenre Real Robot erst 1979, als die japanische Animationsfirma Sunrise Inc. in Zusammenarbeit mit dem Spielzeughersteller BANDAI Co. die Originalserie Mobile Suit Gundam erschuf.

Mobile Suit Gundam brach die zu damaligen Zeiten alte Tugend, denen die Mazinger Z und dergleichen hantiert haben: Die Roboter waren keine supernatürlichen Wesen von outer space, es waren keineswegs Aliens gegen die gekämpft wurden. Gundam bestach durch die Originalität, die Roboter damals als von Menschen geschaffene Kampfmaschinen einzusetzen. Maschinen, die auch nur durch diese gesteuert werden konnten. Auch die moralischen Konflikte sind ein zentrales Thema der Reihe.

Welchen Einfluss Mobile Suit Gundam bei den Japanern hatte, sieht man nicht nur an der Existenz von unzähligen Spinoffs, Nachfolgern, alternativen Universen (insgesamt neun Stück!), sondern auch daran, das im Jahr 2007 ganze 90% der Spielzeugverkäufe (insgesamt ca 54 Milliarden Yen) über das Mobile Suit Gundam-Franchise verdient wurde. Von den ganzen Briefmarken, Specials möchte man gar nicht anfangen.

Doch für was steht Gundam, außer riesige Robotern die gegeneinander kämpfen?
– politische Intrigen
– die „Krieg ist scheiße“-Attitüde der alten Gundam-Teile
– innere Konflikte unter den Charakteren,
– der Versuch, riesige Roboter die im Weltall kämpfen realistisch zu begründen
– für jedes Jahrzehnt vereinzelte kritische Elemente (der aktuellste Teil, Blood Iron Orphans handelt z.B. von der Zerstörung der Erde durch Umweltverschmutzung).

Mobile Suit Gundam Fighters
Mobile Suit Gundam Fighters, 2013 © SUNRISE

Wenn es jedoch darum geht, Mobile Suit Gundam zu schauen… kommt nun die nächste schwierige Frage. Da es die Ur-Serie nicht nach Deutschland geschafft hat, jedoch die drei Recap-Filme (welche die 43 Folgen zusammenfassen) kann man mit diesen beginnen. Alternativ kann man auch mit einen der unzähligen Spin-Offs anfangen, welche nicht direkt mit dem Ur-Gundam zu tun haben – jedoch so finde ich – sollte man gerade den älteren Titeln definitiv eine Chance geben, da diese auch maßgeblich für Anime im generellen Sinne eine wichtige Rolle gespielt haben.

3 KOMMENTARE

  1. Da ich im Frühling eine fast 30-teilige Blogreihe zu allen Gundam Ablegern (Recaps und so nen Kram ausgeschlossen) gemacht habe, denke ich, dass ich hier ganz gut mitreden kann.

    Das Gundam Franchise ist unglaublich faszinierend und es gibt einige Teile die es auf jeden Fall wert sind zu sehen. Leider ist das Franchise ziemlich inkonsistent was die Qualität angeht, wenn einem die Drehbücher wichtig sind. Animationstechnisch kann man mit Gundam auf jeden Fall nichts falsch machen.

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