Spiele der Gamescom 2026: Wishseeker, Showa American Story und Finding Polka

Es war wieder so weit: Die gamescom 2026 öffnete ihre Pforten und lud Abertausende Spielende und Entwickelnde in das beschauliche Köln. Mit jedem Beitrag möchte ich drei Spiele vorstellen, die demnächst erscheinen.

Wishseeker

„Wishseeker“ ist ein rundenbasiertes taktisches Roguelite-Spiel, in dem du eine Gruppe von vier „Wishseekern“ in die sich ständig verändernde „Hollow Vault“ führst. Meistere rasante, rasterbasierte Kämpfe, stelle einzigartige Builds mit Fähigkeiten und Artefakten zusammen und decke die Wahrheit hinter der Verderbnis auf, die hinter jeder Expedition lauert.

Mit Wishseeker bekommen Fans von rundenbasierten Spielen neues Futter. Der Twist: Es handelt sich dabei um ein Roguelite! Als Vierergruppe mit verschiedenen Fähigkeiten müsst ihr den Hollow Vault durchqueren. Alle Attacken und Fähigkeiten gehen dabei über ein Rasterfeld und müssen dementsprechend geplant werden.

So kann Yuwa, die bildgebende Wishseeker als Magierin, eine Jack-of-all-Trades-Rolle einnehmen und mit ihren Magieattacken verheerenden Elementeschaden verursachen. Kurt dagegen ist der klassische Tank mit seiner Großaxt.

Die Demo hat auf der gamescom viel Spaß gemacht und ich bin gespannt, wie stark sich die verschiedenen Charaktere am Ende individualisieren lassen. Sehr lustig scheint auch die Implementierung eines Online-Koops mit drei Freunden zu sein, wobei die Runden alle simultan stattfinden. Insgesamt wird es acht spielbare Figuren geben, die allesamt über 20 einzigartige Skills verfügen.

Wishseeker erscheint ???? für PC (Steam).

Showa American Story

„Showa American Story“ ist ein Rollenspiel, das tief in der Retro-Popkultur verwurzelt ist. In den späten 1980er Jahren unterwarf ein kulturell dominantes Japan Amerika. Chigusa Choko, die von den Toten auferstanden ist, begibt sich auf einen Roadtrip voller Kämpfe, Entdeckungen und persönlicher Entwicklung durch eine Welt, die zugleich absurd und seltsam vertraut wirkt.

Showa American Story ist einer der Titel, dessen Ersteindruck kaum Überschneidungen mit dem tatsächlichen Gameplay hat. So hatte ich bei der ursprünglichen Ankündigung und den bisherigen Trailern einen komplett anderen Eindruck. Denn die eigentliche Prämisse, dass ein wirtschaftlich starkes Japan die USA einnimmt, klang für mich zu sehr nach der Basis eines Spiels à la The Man in the High Castle. Am Ende ist es irgendwie eine Hommage an die Yakuza-Reihe und Sleeping Dogs geworden.

Auf der gamescom-Demo gab es vier Kapitel zur Auswahl, allesamt mit einem anderen Fokus. Ich wählte das erste und war plötzlich in einer Art Superheldenoutfit auf dem Weg zum Neo-Yokohama-Schild. Eine Gang macht allerdings Stress und belästigt die Bewohner, während eine Zombieapokalypse wütet. Die Dialoge? Wie bei den absurden Missionen der Vorbilder cheesig und over-the-top.

Doch Chigusa Choko, die Heldin von Showa American Story, kann sich wehren! Neben allerlei Nahkampfwaffen wie Schwertern und Schlagringen sowie verschiedenen Fernkampfwaffen steht auch die Umgebung mit ihren Finishern zur Verfügung. Die Kämpfe erinnern an die älteren Yakuza-Teile, allerdings weitaus schneller und weniger polished.

Am Ende warteten dann die zwei Oberbosse der schikanierenden Gang, die beide mit unterschiedlichen Angriffstechniken besiegt werden müssen.

Ja, also irgendwie hatte ich etwas anderes erwartet. Ich mag die lustigeren Quests der Yakuza-Reihe, da sie sich richtig gut mit der ernsten Hauptstory verbinden und sich die beiden Elemente nicht im Weg stehen. Keine Frage, Showa American Story hat mir Spaß gemacht. Allerdings wirkt es bislang so, als hätte man mit der interessanten Prämisse außer allerlei Klamauk nichts gemacht. Immerhin hat der Soundtrack überzeugt.

Showa American Story erscheint 2026 für PC (Steam) und PlayStation 5.

Finding Polka

Begib dich auf ein kleines Abenteuer auf der Suche nach Polka. Triff unterwegs Menschen in Not, hilf ihnen und schließe Freundschaft. Und wer weiß, solltest du einmal in Schwierigkeiten stecken, helfen sie gewiss auch dir!

Finding Polka ist wieder einer dieser Titel, die einen den stressigen Messealltag vergessen lassen und irgendwie genau deshalb perfekt für die gamescom sind und dann auch wieder nicht. Denn das japanische Soloprojekt ist nicht nur eine Liebeserklärung an den eigenen Hund, sondern auch ein kleiner, charmanter Walking Simulator mit mehreren Minispielen in einer ungewöhnlichen Optik.

Finding Polka ist ein Spiel, das einen belohnt, wenn man erkundet. Wenn man nett zu anderen ist, bedanken sie sich. Es belohnt dich, wenn du dir Zeit lässt, Polka zu finden. Und es ist sehr familienfreundlich.

Finding Polka erschien am 11. August für 9,99 Euro auf dem PC (Steam).

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