Start Wissenswertes über Japan In Japan verkaufte Anime von 2000 – 2018 v2

In Japan verkaufte Anime von 2000 – 2018 v2

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Wie in meinem ursprünglichen Beitag vom Oktober 2017 gehe ich hier auf die Verkaufszahlen in Japan ein – jedoch in überarbeiteter Form.

Zu der bereits erwähnten Verkaufszahlen füge ich ausserdem noch folgende Punkte hinzu:

  • Folgenanzahl pro Volume in Japan
  • Folgenanzahl pro Volume in Deutschland

Damit ist es möglich, die Anime welche in Deutschland erschienen sind mit den japanischen zu vergleichen – oft wird ja den Animepublisher nachgesagt, die Volumenanzahl sei in Deutschland absoluter Wucher, die Preise seien nicht gerechtfertigt, etc. Das übliche Spiel eben. Nach dem Jahr 2017 gibt es einen Text – also unbedingt weiterscrollen!

Auch hier gilt:

  • Es sind Re-Releases zu den Verkaufszahlen inbegriffen.
  • Ab 5.000 verkauften Einheiten gilt ein Anime hinsichtlich der Produktionskosten als Erfolg. Ab 7.500 Einheiten schreibt das Produktionskomitee positive Zahlen und macht Gewinn (unabhängig vom Merchandise).
  • Zur besseren Übersicht habe ich die Zahlen bei „Fol. p. Vol.“ aufgerundet. In Japan ist es nicht unüblich, eine Folge in eine Volume zu stecken oder einmal drei, sonst nur zwei Folgen.
  • eine Volume kostet umgerechnet 40€ – 60€ in Japan
  • Die Verkaufszahlen basieren auf den Durchschnittswert der jeweiligen Volumes.

Wie auch damals, ärgere ich mich immernoch das dass Nischendasein von Anime keinerlei Auflistungsmöglichkeiten von Verkaufszahlen in Deutschland bietet. Jedoch lässt sich anhand an einer limitierten Collectors Edition die ungefähren Verkaufszahlen herausfinden. Ist eine Serie auf 2.000 Stück limitiert, wird mit solchen Zahlen gerechnet – mehr nicht. Zwar sind dann Standardeditionen vielleicht in einer höheren Marge erhältlich, allerdings unwesentlich höher.

Alle Zahlen basieren auf Zahlen des Unternehmens Oricon – diese sind für die Zählungen in der gesamten Unterhaltungsindustie zuständig. Zusammengefasst werden diese auf www.someanithing.com.2000 20012002200320042005200620072008

200920102011201220132014201520162017

Ich habe ausserdem alle lizenzierten Anime hinsichtlich der Volumenzahl zusammengerechnet. Hierbei kam folgendes Ergebnis heraus:

Japan: 901 Volumes
Deutschland: 513 Volumes

Die Differenz beträgt 388 Stück bei insgesamt 216 Anime, die in dieser Top 20 im deutschsprachigen Raum lizenziert wurden. Bis auf zwei, drei Ausnahmen hat KEIN Anime in Deutschland eine größere Volumenanzahl wie in Japan – gerade 4 Volumes sind ein Standard geworden, unabhängig von der Folgenanzahl des Anime.

Was ich bei der Auflistung noch erwähnen sollte:
– Die Gintama S1-Aufzählung ist eine Schätzung meinerseits.
– Fehler meinerseits bei SEED Destiny. Erschien nie in DE.
– Angabenfehler: Bei Free, Accel World und Fate UBW stimmen die Volumeanzahl in DE nicht.

6 KOMMENTARE

  1. Schöner übersichtlicher Beitrag.
    So etwas wär jetzt natürlich noch für Mangas toll 😀
    Mal als frage, falls du dich da auch auskennen solltest…
    Ich schätze doch mal, dass Animes in Deutschland generell erfolgreicher als mangas sind (bitte korrigieren falls nicht).
    Wie sieht das Ganze den in Japan aus?
    Auf Titel immer unterschiedlich oder lässt sich da im gesamten eine höhere Beliebtheit erkennen?

    • Mit Manga lässt sich sowas auch organisieren! Solange es sich nich um deutsche oder westliche Releases haltet – kein Problem.

      Es ist von Titel und von Genre mehr als unterschiedlich.

    • Anime sind in Deutschland nicht so erfolgreich wie Manga. Der deutsche Mangamarkt steigt stetig während der Animemarkt in Deutschland eher abnimmt.
      (Kleine recherche bei meinem projekt stream oder disc ^^) leider weiss ich nicht wie es in japan genau aussieht aber würde ähnliches vermuten, da sie direkt an der quelle des originals sind

      • Gerade weil die Mangas an der Quelle des Originals sind, ist auch der Grund, weswegen ich meistens Mangas bevorzug 😀
        Hätte aber niemals gedacht, dass viele heute etwas zum lesen bevorzugen, wenn sie auch (meistens) die Möglichkeit haben es anzuschauen.

      • @3D2Y

        Könnte auch an den Preisen und an der Auswahl liegen, wobei letzteres in Deutschland bei den Animes enorm zugenommen hat.

        Bei einem Mangaband für vielleicht 6,5€ bis höchstens 8€ greift man eher zu als bei einer Anime-Volume für meist über 30€. Was mir auch auffällt ist, dass der deutsche Anime-Markt sich vermehrt auf die Sammler konzentriert, wenn man sich so ansieht wie viele teure Collectors oder Limited-Editionen rauskommen und erst lange Zeit später irgendwann eine mäßig günstigere Normal Edition raus kommt, wenn überhaupt.
        Da kann man im Anime-Markt keine großartigen Wachstumsraten erwarten. Die deutschen Publisher scheinen durch ihre verstärkte Fokussierung auf die Sammler aber durchaus gut gewinne zu machen. Ansonsten würden sie nicht immer mehr Animes lizensieren.

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